Sonntag, 9. Januar 2011

Müll

Es macht gerade in einigen Blogs die Runde. Aber da es so wichtig ist, möchte auch ich es posten. Es ist eine Doku der ARD über die Lebensmittelverschwendung. Erschreckend wie viele Lebensmittel von der Industrie weggeworfen werden. Oft wegen Lappalien oder schlechten Verkaufszahlen. Oder weil die Kartoffel zu groß, zu klein, zu runzlig ist. Bald wird es dann wohl nur noch Normkartoffeln geben, ähnlich den Chicken McNuggets bei McDonalds. Die krumme Gurke ist zwar nun erlaubt, aber sie passt nicht in die Kisten, also werden weiter nur die geraden Normgurken verkauft.

Hier hilft es nicht mal zum Vegetarier werden, die Frage ist was hilft überhaupt? Im 2. Teil des Films wird eine Initiative amerikanischer Bauern und Verbraucher gezeigt, die den Handel umgehen und direkt an den Verbraucher verkaufen. So werden alle Obst- und Gemüsearten in all ihren Erscheinungsformen verkauft.

Weiß jemand ob es so etwas auch in Deutschland gibt?

Aber natürlich ist auch die Produktion von Fisch und Fleisch betroffen. Da ist es auf eine Weise noch schlimmer, denn die Tiere sind dann völlig umsonst gestorben, sie dienten nicht mal mehr der Ernährung von Menschen. Sie wurden einfach nur noch getötet. Bei Fisch muss man auch Bedenken wie viel Beifang schon beim fangen stirbt, auch das für nichts. Alles für den Müll!

Die Dokumentation geht nur 45 Minuten, nehmt euch die Zeit und bildet euch ein Urteil. Wir sollten alle unsere Erwartungen an den Lebensmittelhandel überdenken. Und der Lebensmittelhandel muss verstehen, dass die Natur nicht in Normen wächst.






1 Kommentar:

Weltbeschreiber hat gesagt…

"Weiß jemand ob es so etwas auch in Deutschland gibt?"

Klar, schon sehr lange. Direktvermarktung heisst das Stichwort, da findest du ganz viele Betriebe.

Die "krumme Gurke" war übrigens nie verboten. Es ist quasi ein Modernes (EU) Märchen, was von der Mehrzahl der Medien, aus Gründen - die mir schleierhaft sind, immer wieder kolportiert wurde. Es ging dabei eigentlich um eine Normung für eine einheitliche Sprache, damit Händler in Polen wissen, von was Händler in Portugal sprechen.

Da der Verbraucher aber ums verrecken kein krüppeliges und fleckiges Obst und Gemüse kauft, kaufen Händler immernoch am liebsten gerade Gurken - mit oder ohne Norm ;)

Interessantes Thema.