Ich schaue gefühlt alle paar Tage nach wie das Wetter
in London ist. Hinfahren werde ich allerdings erst
in fünf Wochen. Fünf Wochen! Eigentlich
vergehen sie ja recht schnell. Aber eigentlich auch zu langsam. Und wie heißt es auch, Vorfreude ist
die schönste Freude? Habe gerade gelesen, dass
die Vorfreude sogar besser ist als der Urlaub selbst.
Man macht sich scheinbar utopische Vorstellungen und wird
im Urlaub dann von der Realität eingeholt. Grmpf!
Den Reiseführer habe ich schon seit Juni oder so.
Reingeschaut kurz, ich trau mich immer gar nicht Pläne zu machen.
Man
weiß ja auch nicht wie das Wetter wird. Panisch wie ich bin, wollte ich
mir schon Gummistiefel kaufen. Stellte dann mit meiner besten Freundin
zusammen fest, dass es
im Oktober
in Hamburg mehr regnet als
in London. Regenfeste Schuhe brauche ich allerdings immer noch. Habe nämlich keine! Ich habe da echt ein Klischee
im Kopf. Als ich mit sechzehn das erste Mal
in London
war habe ich mir nicht
so einen Kopf gemacht.
Ich
will auch nicht zu viel mitnehmen.
Ein wenig Planung habe ich schon, auf jeden
Fall ins British Natural
History Museum und natürlich
in den London Zoo. Da
will ich
an meinem Geburtstag hin.
Ansonsten eher planlos. Gerne wäre ich ins London Eye, aber
die beste Freundin ist da nicht
so
begeistert von wegen der Höhe. Außerdem ist es auch recht teuer und
dann muss man ewig warten. Oder vorbestellen und wenn dann schlechtes
Wetter ist sieht man
am Ende gar nichts. Schon wieder meine Wetterphobie.
Wirklich gespannt bin ich
in London auf das Hotel (die sollen immer schlecht sein, wenn sie nicht viel Geld kosten). Wir werden da wahrscheinlich nicht
so viel sein, aber schlafen muss sein. Es ist recht günstig, liegt aber verkehrsgünstig (in der Nähe ist gleich
Kings Cross). Die Beurteilungen
im Internet waren meist gut, teilweise recht schlecht. Hauptsache es ist einigermaßen sauber. Eigentlich wollten wir
die günstige Zimmervariante mir Etagenbad nehmen, haben uns dann aber doch für ein eigenes
Bad entschieden. Allein schon Nachts über den Flur tappern wenn man mal aufs Klo will, muss ja nicht sein. Das wäre sonst wie beim
Camping und das obwohl wir
in einem
Hotel
schlafen. Frühstück wird sicher nicht umwerfend, ist nur Kontinental
Frühstück. Aber man sollte sich wohl trotzdem satt essen, das Essen wird
wohl den größten Posten bei den zusätzlichen Reisekosten mit einnehmen.
Und nichts essen, ist auch keine Lösung.
Ich bin wie immer wenig überzeugt von meinem Englisch. Lesen kann ich es sehr gut, aber wenn ich reden soll,
vergesse ich immer sämtlich Vokabeln. Vielleicht komme ich ja mit “Yes”, “No” und “Thank you” durch,
im besten
Fall
hört sich dass dann auch nicht zu furchtbar an. Auf der anderen Seite
wird man eh gleich wissen dass wir Ausländer sind, sobald wie Englisch
reden.
Ich habe mich übrigens auch wegen dem Touristenimage gegen
die Gummistiefel entschieden. Es wäre
so unglaublich Klischeehaft gewesen.
Ich
muss wohl eine, wahrscheinlich fünf Seiten umfassende, Liste
machen
was ich alles mitnehmen muss. Sonst werde ich auf den Weg nach Hamburg (dann London) immer den Gedanken haben, etwas wichtiges
vergessen zu haben. Vor allem werde ich kleiner Hypochonder, aller möglichen Medikamente einpacken. Habe mir sogar von meinem Arzt einen Schriebs
machen lassen, wegen der Medikamente
die ich immer nehmen muss. Obwohl mir eine Freundin versicherte dass
dies innerhalb
Europas nicht notwendig ist. Aber ich bin da wohl etwas zwanghaft und
muss da immer auf Nummer sicher gehen. Vorsicht ist besser als Nachsicht
um noch eine Phrase zu dreschen!
Aber ich freu mich schon so. Freude Freude Freude! Ich nehme mir auch vor, nicht wieder
die beste Freundin anzumaulen. Ich neige
im Urlaub leider sehr dazu. Nach ein paar Tagen bekomme ich immer
so eine
Art Lagerkoller. Ich weiß leider nicht, wie ich das verhindern kann. Nehme es mir aber wieder mal vor und hoffe es diesmal besser
um zu setzen. London, wir kommen :D